Wir sind zurück aus einer wunderschönen und sehr entspannenden Woche in Cala Millor auf Mallorca. Wir sind letzten Mittwoch spät nachmittags dort angekommen und heute Morgen um acht Uhr zurückgeflogen.
Eigentlich wollten wir ja einen reinen Strandurlaub machen, weshalb wir die ersten zwei bis drei Tage lediglich am Strand gelegen und im Meer geschwommen sind und sonst außer Essen und Schlafen nichts anderes getan haben. Cala Millor ist ein sehr touristisches kleines Städtchen an Mallorcas Ostküste und der Strand dort ist gesäumt von hunderten von riesigen (und meist sehr, sehr hässlichen) Hotels. Glücklicherweise lag unser Hotel ganz am Rand der Bucht, sodass unser Strandabschnitt weit weniger bedrängt war.

Denoch: Sehr touristisch.
Nach den ersten paar Tagen und einigen Sonnenbränden entschieden wir, doch ein wenig von Mallorca anzusehen und buchten eine kleine Rundreise. Also ging es Sonntag morgen früh los und wir endeten nach einer Fahrt durch Mallorcas Bergkette an der Westküste in Sa Calobra.

Sa Calobra ist am meisten für seine kleine Bucht bekannt, wo wir unsere Mittagspause verbracht haben. Und obwohl es dort vor Touristen nur so wimmelte (Wikipedia sagt etwas von zum Teil mehr als 30.000 Touristen pro Tag!), sah es dennoch aus wie der Himmel auf Erden. Dennoch ist es irgendwie schade, dass solche wundervollen Orte so viel von ihrem Charme verlieren, dass tausende Touristen dort lang laufen (und leider auch: die zugehörigen Pommesbuden mitbringen). Und klar, wir waren ja auch nur Touristen wie alle anderen auch, aber es wär doch super, wenn es einfach für jeden so einen Ort geben würde. ;)

Wir haben Sa Calobra mit dem Boot verlassen, in Port de Sóller sind wir wieder an Land gegangen, um von da aus dann mit einer alten Holzstraßenbahn nach Sóller zu fahren, in eine ebenfalls aus Holz bestehenden Eisenbahn umzusteigen und durch Orangen-, Zitronen- und Mandelplantagen nach Palma zu fahren. Den ganzen Tag über hatten wir einen sehr tollen geborenen Mallorquiner als Reiseleiter, Sebastian, der sehr entspannt war und zu jeder Kleinigkeit etwas zu erzählen wusste.
Montag dann entschieden wir uns das kleine Naturschutzgebiet neben unserem Hotel einmal zu erkunden: Punta de n’Amer. Es war eine ganz lustige Erfahrung weil es eben direkt neben Cala Millor lag, aber doch ganz anders war und überhaupt nicht touristisch. Wir brauchten etwa eine Stunde (und Max würde jetzt sagen: Nur weil Du ständig stehen bleiben musstest, um schon wieder ein Bild zu machen!) bis wir eine kleine Strandbar erreichten, in der wir unseren ersten (und einzigen ;)), frischen Sangria tranken.

Direkt neben der Strandbar war dieser Wehrturm, auf dessen Dach wir gestiegen sind und eine tolle Übersicht über die gesamte Bucht von Cala Millor hatten. Rückblickend muss ich sagen, dass dieser kleine spontane Ausflug, den wir nur gemacht haben, weil uns nichts besseres einfiel und ich wegen Sonnenbrand und Sonnenallergie nicht schwimmen konnte, die schönste Erfahrung in unserem gesamten Urlaub war. Die Rundfahrt bot natürlich die spektakuläreren Orte, aber in Punta de n’Amer waren wir nahezu allein, nur Max und ich und bis auf sehr wenige Touristen in der Strandbar.
Die letzten paar Monate waren wir oft sehr gestresst von der Arbeit und anderen Dingen und manchmal passiert es dann, dass man den Ärger oder Frust mit nach Hause nimmt und er sich auf die Beziehung niederschlägt. Dieser lang fällige Urlaub hat uns aber endlich wieder in unseren “sicheren Hafen” zurückgebracht. Wir konnten wieder die sein, die wir über die letzten sieben Jahre meistens waren und die nur in der letzten Zeit etwas zu kurz gekommen waren.

Hier der Beweis! :)


8 Comments
schön, dass ihr im urlaub so tolle dinge erlebt hat und v.a. wieder ressourcen und kraft schöpfen konntet.
linnea
oh, schön von dir zu lesen! :) und danke!
Oh, wie schön! :-) Die Bilder und vor allem alles andere… Manchmal ist eine Woche Abstand von allem “störenden” doch das beste!
Und schön, dass Du wieder da bist – habe Hoffnung jetzt wieder mehr von Deiner bezaubernden Wohnung zu sehen! ;-)
Grüßle, Pedi
das war ja ein wunderbarer Urlaub – wir fahren dieses Jahr nicht fort – aber Deine Bilder haben ein bisschen Urlaubsfeeling ins Haus gebracht… Danke.
Zu Deinen “Zu viel Zeugs”-Gedanken muss ich auch noch etwas loswerden: JAAAA – genau! Nach Stöbern und Staunen in Deinem Blog war letzte Woche unser Wohnzimmer dran (ja, eigentlich bist Du eine Anstifterin ;-). Mein Mann ist leider grundsätzlich der Meinung: “Wenn die Einrichtung praktikabel (ieeehh – was für ein Wort für Wohnen!) ist, wirds auch nie mehr geändert. Entsprechend kritische Momente reihten sich am Umkrempeltag aneinander…
Der Wohnzimmertisch musste in den Keller und das Klavier wurde umgestellt. Das Sofa steht nun mitten im Raum und endlich hat auch wieder etwas rosa in Form einer kleinen Tischlampe bei uns Einzug gehalten. Ich bekomme immer wieder einen Rappel und empfinde all die hübschen (oder manchmal auch nicht so hübschen Dinge) als Last, die sich mir so richtig auf die Schultern legt. Vielleicht ist das auch eine Reaktion auf das Chaosteam, dass auch noch hier wohnt (2 Mädels, 1 Hund, 1 Göga) und sich wohntechnisch auch in unserem Keller wohl fühlen würde……. ;-).
… ich träume von einem winzigen kleinen Häuschen … alles in weiß gestrichen … in dem Häuschen befinden sich nur die Dinge, die wirklich einen (überlebens)sinn haben – und die sind alle so wie sie sind “schön”. Und: es ist ruhig… und vor dem Häuschen wachsen lauter bunte Blumen…
So ich unterbreche jetzt meinen Tagtraum und steige in den gewohnten Zirkus hier ein.
Sehr liebe Grüße
Astrid
PS: meine Granny-Decke braucht nur noch 8 Grannys, dann gehts ans Fäden vernähen.
Das klingt nach einem schönen entspannenden Urlaub, so etwas hätte ich auch gerne mal wieder, vor allem da bei mir durch den Umzug sehr viel zu kurz gekommen ist.
Mallorca hat auch trotz der ganzen Touristen noch schöne kleine Ecken. Wir haben damals durch Zufall einen wunderschönen Strand gefunde für den man zwar eine Viertelstunde klettern musste, aber dann beinah komplett unter sich war.
ich nochmal hier :): hab im forum gesehen, dass du ein paar alte dinge verkaufst; die hutschachteln in blau weiß find ich sehr hübsch und würd sie gern kaufen! meld dich doch einfach mal per mail, falls sie noch nicht weg sind.
mohn
moh, sorry, ich habs zu spät bemerkt. ich habs im thread jetzt nicht extra vermerkt, aber wenn rosarilla nicht will, bekommst du sie!
Astrid, ich würd ja zu gern mal ein bild von der decke sehen! meine stagniert bei 120 squares und hängt über unserer couch, allerdings macht sie sich da super so und ich werd wohl nur noch so 40 squares oder so hinzufügen. fäden vernäh ich übrigens immer “on the fly”, also ich häkel sie einfach direkt mit ein.
schöön geschrieben & so hübsche bilder :)