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So viel Platz

Ich habe keine Möbel verrückt, keine Wände gestrichen und nichts neues gekauft. Dafür habe ich täglich alle meine liebsten Onlineshops besucht und mir jedes Mal den Warenkorb vollgeladen, aber ich habe nie was bestellt. Stattdessen habe ich alle unsere Schubladen durchgesehen und Karton um Karton mit Dingen gefüllt, die wir einfach nicht brauchen. Ein Teil davon ging entweder direkt in den Müll oder ich habe es bei eBay verkauft. Ich habe die Hälfte meiner Klamotten, die ich besessen habe, bei verkauft oder weggegeben. Und obwohl ich fast nur in den Schränken und Kommoden aufgeräumt und Platz geschaffen habe, fühlt es sich im gesamten Wohnzimmer an, als hätten wir plötzlich mehr Platz.

Es gibt definitiv noch einiges mehr zu tun und ich bin längst nicht mit allen Sachen fertig. So wie das Kabel zum Beispiel, das man schon auf einigen Bildern gesehen hat, so auch in dem Bild hier oben. Es ist das Fernsehkabel für den Fernseher in unserem Schlafzimmer und wir wollten es schon vor einem Jahr ordentlich verlegen, aber irgendwie gab es immer irgendwas, das wichtiger oder dringender gewesen wäre. Wenn ich mich weiter so ranhalte, wird es bald nichts mehr geben, das mir in dem Punkt als Ausrede dienen könnte.

Etwas, das ich auch schon recht lang nicht mehr gemacht hatte: Fernsehen, Tee trinken und ein paar Kerzen anzünden. Einfach, weil ich nicht mehr gern im Wohnzimmer gesessen bin. Und ich bin so froh, dass ich es jetzt wieder genießen kann.

(Schaut Ihr eigentlich hin und wieder in meinen Flickr photostream? Ich komm mir manchmal ein bisschen seltsam vor hier und dort immer dieselben Bilder zu posten, deshalb habe ich dieses Mal noch zwei weitere Bilder bei Flickr hochgeladen, die es hier nicht zu sehen gibt. Besucht mich doch mal! :))

Das letzte Bisschen Sommer

Ich dachte, er wäre schon vorbei, doch dann habe ich letztes Wochenende im Supermarkt hier um die Ecke noch rote Johannisbeeren und Erdbeeren gefunden und war ganz aus dem Häuschen.

Fertiger Biskuitboden, ein Mix aus Zucker, Quark, Sahne und Frischkäse und oben drauf Beeren. Leider hat er nur zwei Tage gehalten.

Momentan sieht alles danach aus, als würde bald mit unserer Küche etwas passieren. Ich tausche unseren Küchentisch und ich beobachte bei eBay gerade sehr vielversprechende Möbel. Und ich habe Geld gespart und ausgemistet. Mal gucken, wann und wie es weitergeht. Genießt die letzten warmen Tage!

pink II

Immer dann, wenn ich ein Posting mit einem Spoiler beende, also sowas wie “Und nächste Woche zeige ich Euch, was ich mit diesem oder jenem angestellt habe”, dauert es nie eine Woche, sondern immer mindestens einen Monat. Ich habe vor über zwei Monaten versprochen zu zeigen, was ich mit der leeren Wand in unserem Flur machen wollte und ich habe bis gestern Abend gebraucht, um wirklich fertig zu werden:

Einige dieser Drucke haben Ewigkeiten gewartet, dass ich den richtigen Platz für sie finde. Aber als ich mich dann endlich dazu entschieden hatte, wo ich sie aufhängen wollte, hab ich hunderte Anläufe gebraucht, um sie irgendwie anzuordnen. Ich hab so viele verschiedene Layouts ausprobiert, irgendwann bin ich dazu übergegangen, Papiermodelle zu machen und die wie bei einem Grundriss auf dem Papier rumzuschieben, weil wir schon so viele Löcher von Nägeln in der Wand hatten, die ich immer wieder entfernt habe. Und als ich dann auf dem Papier endlich was gefunden habe, von dem ich dachte, dass es gut aussieht, sah es an der Wand total bescheuert aus. Ich war mittlerweile echt frustriert und gestern Abend habe ich dann gedacht, dass ich es noch ein letztes Mal versuche und wenn es dann wieder nicht klappen sollte, die Wand einfach leer bleiben müsse. Ich hab mit den mittleren beiden Bildern angefangen und drum rum einfach alle anderen aufgehängt und bis auf zwei kleine Korrekturen ist es dann einfach so entstanden, ohne großes planen. Und je öfter ich jetzt hinsehe, desto mehr gefällt es mir dann doch.

Die pinke Tür hatte zwar schon etwas Farbe in den Raum gebracht, aber für mich war es dann doch noch nicht genug. Durch die vielen verschiedenen Fotografien und Drucke genügt es jetzt aber auch meinem Drang nach Farbe.

Die beiden Wikinger-Melamin-Teller habe ich bei herzensart gekauft (Wikinger im Regen und Wikingerwald). Drei der mittelgroßen Fotografien sind von meinem Lieblings-Etsyshop Wren & Chickadee (The Colors of Summer, Squirrel Love und The Memory of Flight). Die beiden kleineren Zeichnungen sind von ChildlikeWisdom (Life in the stories – A little canary und eine sehr ähnliche Zeichnung, die es aktuell nicht gibt, Deer face) und die kleine Fotografie ist von Roadside und heißt Accordion Music. Der obere, etwas größere Druck heißt When will it stop… und ist von Laura Amiss. Die Baumzeichnung rechts heißt einfach tree print und ist von Annette Mangseth, die ihre Drucke in den schönsten Umschlägen verschickt, die man je gesehen hat! Und die beiden größeren Fotografien heißen Seagulls und I stand each day on the shore (von allen gezeigten mein liebstes Bild) und sind aus dem etsy shop honeytree. Und die Bilderrahmen sind wie immer von IKEA aus der Serie Ribba.

Das war’s! Vielleicht ist für Euch ja auch was dabei.

Zu viel Zeug

Während der letzten paar Monate war ich immer wieder sehr unzufrieden mit unserer Wohnung. Ich habe über diverse Renovierungen nachgedacht, habe dann tatsächlich auch gestrichen, Möbel umgestellt, neuen Kram gekauft, aber nichts davon hat mich mit unserer Wohnung versöhnt. Ich hab mich oft einfach nicht mehr zu Hause gefühlt. Leider bin ich sehr sensibel in dieser Beziehung und wenn ich mich zu Hause nicht wohl fühle, schlägt sich das schnell auf mein Gemüt nieder. Vor ein paar Tagen dann habe ich mich mit einer Freundin darüber unterhalten und sie hat mir ein Buch von Karen Kingston, Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags, empfohlen. Ich möchte zu dem Buch hier gar nicht viel sagen und Feng Shui ist sicher auch nicht für jeden etwas, aber schon während des Lesens merkte ich, warum ich eigentlich wirklich so unglücklich in unserer Wohnung bin: Wir haben einfach zu viel Zeug. Als ich letzten Herbst mein erstes richtiges Gehalt bekommen habe, nachdem ich jahrelang mit sehr viel weniger Geld auskommen musste, habe ich mir all das gegönnt, wovon ich all die Jahre immer nur träumen konnte. Aber anstatt gleichzeitig Dinge auszusortieren und mich von alten Sachen zu trennen, wenn ich Neues gekauft habe, habe ich die alten Sachen eben auch aufgehoben und die Schubläden und Kartons in unserer Wohnung füllten sich immer mehr. Als ich neulich ein Bild von den neuen Kissenhüllen auf dem Eames Stuhl machen wollte, hatte ich echte Probleme, ein Stück freie Wand hier zu finden. Ich habe dann mit Max geredet und wir sind uns einig: Wir müssen unsere Wohnung entrümpeln. Wir brauchen nicht mehr Platz oder neue Möbel oder neue Sachen. Was wir brauchen ist weniger Zeug.

Ich habe gestern Abend direkt mit dem angefangen, wovor ich mich seit Monaten drücke: Unter unserem Bett aufräumen. Jedes Mal, wenn ich nicht wusste, wo etwas hin soll (wie zum Beispiel die zweite Waage, die wir eh nie benutzen oder Verpackungskartons von Fernsehern und Monitoren, und tausend andere Dinge), habe ich es unter das Bett gesteckt. Also habe ich die Matratze abgezogen, den Lattenrost zur Seite gestellt, und dann die Kartons zusammengefaltet (die gehören definitiv in die “Wegwerfen”-Kategorie) und die Waage in die “Verkaufen”-Kiste gepackt. Auch den ganzen anderen Krempel habe ich in “Wegwerfen” oder “Behalten” aufgeteilt, und dann habe ich den Boden gestaubsaugt und das Bett gleich mit. Heute habe ich angefangen, den Schrank neben dem Bett auszumisten. Er war schon relativ aufgeräumt, oder zumindest das, was man durch die Glasscheiben sehen konnte. Unten hinter den Türen hatte ich so viele alte Bücher reingestopft, die ich nie wieder brauchen werde. Ich habe sie direkt in unseren online Marktplatz bei der Arbeit zum Verschenken eingestellt. Und jetzt habe ich wieder Platz. Für neue Zeitschriften, neue Bücher und neue Stoffe.

Und wenn ich mir jetzt diese Seite des Raums angucke, bin ich tatsächlich zufrieden.

noch mehr pink

Zu aller erst: Vielen Dank für all die lieben Kommentare! Ich weiß, das hier ist mein Blog und ich sollte entscheiden über die Dinge, die ich blogge. Aber wenn es in diesem Blog nur um mich ginge, könnte ich auch einfach ein Fotoalbum mit Notizen versehen oder Tagebuch schreiben. Deshalb ja, hier geht es hauptsächlich um mich bzw. die Dinge, die ich mag, aber ich hätte nicht halb so viel Spaß an der Sache, wenn es nicht Leute wie Euch geben würde, die die Einträge auch lesen und mir Feedback geben. Und deshalb finde ich, dass es in diesem Blog auch um die Leser geht und weshalb ich von Euch wissen wollte, was Ihr in unserem Blog gerne lesen würdet. :)

Okay, nun zum Auslöser des heutigen Themas: Das Wetter (das verspricht ein sehr langweiliger Eintrag zu werden, oder?)! Da es momentan sehr regnerisch und eher kühl in Karlsruhe ist und es nicht so einfach ist, Fotos bei diesem gedämpften Licht zu machen, habe ich Bilder angesehen, die ich vor ein paar Wochen gemacht habe und habe dabei diese beiden von unserem Balkon gefunden.

Seit wir hier wohnen hat mir der Balkon immer ein paar Probleme bereitet. Im Frühjahr habe ich Unmengen Pflanzen und Blumen gekauft und als es dann Sommer und Juli/August wurde, hatte ich keine Lust mehr, jeden Tag literweise Wasser vergießen zu müssen. Zudem fand ich den Balkon immer ziemlich trist, trotz all der Pflanzen. Der Boden war grau, die Wände verwaschen und dreckig gelblich und das Geländer ist dunkelbraun. Dieses Jahr habe ich dann kurzerhand beschlossen, nicht ganz so viel Geld für Pflanzen auszugeben und dafür in einen bunten Teppich zu investieren. Und so hab ich dann diesen pinken Plastikteppich (von House Doctor) und weniger Pflanzen gekauft, dafür einen kleinen Kirschbaum und die pinken Lampions. Und jetzt gefällt mir der Balkon sogar wenn es in Strömen regnet, weil es trotzdem irgendwie nach Sommer aussieht.

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