Ich bin kein großer Apfelfan, es sei denn, sie werden zu Bratäpfeln verarbeitet oder man findet sie in einem (guten) Apfelkuchen wieder. Vor einiger Zeit habe ich ein Rezept in einer alten Living at Home gefunden, das seitdem mein absolutes Lieblingsrezept in Sachen Apfelkuchen ist. Da ich es momentan fast wöchentlich backe, hier mein (leicht abgewandeltes) Rezept dazu:
Zutaten
- 5 Eier
- 400ml Sahne (2 Becher oder Tetrapacks)
- 300g Zucker
- 375g Mehl
- 1 Päckchen Backpulver
- 3 bis 4 große, säuerliche Äpfel (à ca. 250 – 300g)
- 100g Butter
- 100g gehackte Mandeln
- ca. 50ml Milch
- Zimt
Zubereitung
Sahne mit 200g Zucker aufschlagen (muss nicht ganz steif sein, sollte aber gut Volumen haben). Anschließend die Eier unterrühren. Mehl, Backpulver und Zimt (nach Belieben) unterrühren.
Den Teig in ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes tiefes Backblech füllen und gut verteilen. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Scheiben schneiden. Ohne Wartezeit (sonst werden sie braun) auf dem Kuchen verteilen. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 200° auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten backen.
Währenddessen in einem Topf die Butter mit dem restlichen Zucker zerlassen, die Milch dazugeben, aufkochen und die Mandeln unterrühren. Wer mag kann auch hier wieder Zimt dazu tun. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und das Mandelgemisch mit einem Löffel punktuell auf den Kuchen geben. Anschließend den Kuchen wieder in den Ofen geben und für weitere 10 – 15 Minuten backen bis er goldgelb ist.
Man muss den Kuchen übrigens nicht als Apfelkuchen backen. Nachdem wir neulich nicht genug Äpfel da hatten, habe ich einfach ein Drittel mit einem Glas Kirschen belegt (hätten auch weniger sein können, ich denke, ein Glas reicht für ein halbes Blech). Drüber kam ebenfalls die Mandelbutter.
Es ist einer der wenigen Kuchen, die mir besser schmecken, wenn er schon gut abgekühlt ist, da die warme Version ein wenig an Eierstich oder Omlette erinnert was den Teig betrifft (was an den vielen Eiern und der Sahne liegt). Abgekühlt wird er aber fester und mehr kuchenartig und schmeckt mit ein wenig Sahne einfach fantastisch.
Auf dem Bild habe ich den Kuchen übrigens mit Mandelblättchen gebacken, so steht es auch im Orginalrezept. Ich muss aber sagen, dass sich die gehackten Mandeln deutlich besser eignen, da sich der Mandelguss dann sehr viel besser verteilen lässt. Zudem kam es mir so vor, dass die Blättchen ein wenig “einsuppen”, während die gehackten Mandeln deutlich mehr Biss bieten.


