Die letzten drei Tage war unser Wohnzimmer eine reine Baustelle. Ich hatte ja vor einer Woche bei eBay eine Vitrine ersteigert, die wir Mittwoch abgeholt haben, und um für diese Platz zu schaffen, musste ich ein vollgeräumtes Bücherregal umräumen und gleichzeitig eine Kommode ausmisten.
Die Vitrine war eigentlich in einem ziemlich guten Zustand, hier und da ein paar Kratzer, an einer Tür hatte sie außen auch einen Farbklecks. Aus diesem Grund wollte ich sie auch eigentlich so lassen, wie sie ist, obwohl in unserem Wohnzimmer sonst fast ausnahmslos weiße Möbel stehen. Nach den ersten Umräumaktionen stand sie dann an ihrem Platz und es brauchte ein bisschen, bis ich es mir eingestehen konnte, aber es sah doof aus. Sie sah aus wie etwas, das einfach nicht in das Zimmer gehört, als würden wir sie nur zwischenlagern. Also habe ich mich, nicht ohne Zweifel und Skepsis, doch dazu entschieden, sie zu lackieren. Weißen Lack hatte ich eh noch da.
Am ersten Tag habe ich sie von außen gestrichen, dann war die Farbe alle. Am nächsten Tag habe ich im Baumarkt hellblauen Lack besorgt und den Innenraum ohne Regalbretter gestrichen. Am dritten Tag entschied ich mich dazu, die Bretter weiß zu machen und habe nochmal Lack gekauft und dann auch die Bretter lackiert.
Und dann war sie fertig und konnte eingeräumt werden:
Seit gestern Nachmittag steht sie fertig eingeräumt da, und ich könnte sie den ganzen Tag anstarren.





8 Comments
traumhaft :)
sieht echt super aus
Wunderbar!! Es ist phantastisch, was man aus solch alten Stücken herausholen kann. Darf ich dir eine Frage zum lackieren stellen: Musstest du die Vitrine vorher abschleifen? Oder kann man einfach drüber lackieren? Und wie wird der Lack so gleichmäßig? Wär lieb wenn du mir helfen könntest :)
Hallo Bo,
danke schön!
Ich hab die Vitrine, an den Stellen, wo das Furnier noch gut war, kurz angeschliffen. Das Schleifpapier hatte glaub ich eine 160er Körnung, damit bin ich einfach einmal kurz drüber gegangen. Von richtig Abschleifen kann also nicht die Rede sein.
Gleichmäßig wird es, in dem man an allen Stellen, wo das möglich ist, eine Rolle benutzt. Aber auch mit dem Pinsel geht es gut. Und man sollte darauf achten, den Lack ganz dünn aufzutragen und dafür lieber mehrere Schichten. Man sollte sich dabei auch nicht von der ersten Schicht beirren lassen, denn die wird gerne SEHR unregelmäßig und sehr durchsichtig.
Ich hoffe, du kommst damit zurecht.
Das nächste mal, wenn ich etwas lackiere, werde ich mal wie beim Beziehen des Stuhls ein kleines Howto schreiben und fotografieren.
Vielen lieben Dank für deine Erklärung! Ich hoff ich bekomm das hin, es geht um einen Stuhl und ich möchte ihn ungern verschandeln.
Wär also sehr interessiert an einer bebilderten Erklärung!
Wir “kennen uns übrigens” ;)
Hallo Kathrin,
deine Virtine sieht super aus. Welche Art von Lack hast du verwendet? Mit Acryl-Lack habe ich leider teilweise schlechte Erfahrung bzgl. der Haltbarkeit gemacht.
Hallo Uta!
Ich benutze für meine Lackierarbeiten fast immer Lack auf Wasserbasis von Swing Color aus dem Bauhaus. Wo genau lagen deine Probleme denn? Ich habe da bisher eigentlich keine schlechten Erfahrungen mit gemacht, ganz im Gegenteil. Wobei es prinzipiell schon richtig ist, dass der Lack nicht so stabil ist wie der mit Kunstharzen. Ich habe aber auch noch keine Langzeiterfahrungswerte …
Hallo Kathrin,
danke für deine schnelle Antwort. Ich möchte dir kurz beschreiben welche Erfahrung ich gemacht habe. Die verarbeite sehr gern die Lacke auf Wasserbasis, weil sie viel leichter zu handhaben sind (kein Geruch, es wird keine Verdünnung benötigt etc.) Vor ca. drei Jahren habe ich unsere Zimmertüren mit Acryl-Lack qauf Wasserbasis gestreichen (normale Vorbereitung incl. Abschleifen, evtl. noch mit der Heißluftpistole bearbeitet). Die wasche ich des öftern wegen dn Kinder halt mit einer Seifenlauge z. B Spülmittel ab. Der Lack wird leider mit der zeit recht klebrig und weich ausserdem ist der Lack an den Türen recht kratzempfindlich. Ansonsten sehen die Türen nach wie vor frisch und farbenfroh aus.
Liebe Grüße :)